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Gründungsmitglied des Sportärztebundes
20.08.2013 18:37 ( 2038 x gelesen )

Gründungsmitglied des Sportärztebundes

Im Alter von 106 Jahren ist Professor Dr. med. Alfred Koch verstorben.

Am 18. August ging Professor Dr. med. Alfred Koch von uns. Mit 106 Jahren war er Münsters ältester Bürger, er verstarb nach einem häuslichen Unfall mit Oberschenkelhalsbruch nach der anschließenden Operation. An seinem Geburtstag, rund zwei Monate vorher, zeigte er sich seinen Gästen in geistiger Frische und voller Diskussionslust. Ein Jahr zuvor war ihm zur Behandlung seiner Aortenklappenerkrankung über die Leistenarterie eine Herzklappenprothese eingesetzt worden. Wenige Wochen später konnte er wieder seinen Golf-Aktivitäten nachgehen ...



Am 23. Juni 1907 ist Alfred Koch in Münster geboren. Nach dem Abitur 1926 am Realgymnasium studierte er Medizin in Münster und Berlin. Staatsexamen und Promotion folgten 1931/1932, Habilitation 1938 in Köln für Innere Medizin. 1951 hat Koch sich in Münster umhabilitiert. Zum apl. Professor wurde er 1956 ernannt. Bis zu seinem Ruhestand 1972 leitete er die Innere Abteilung des Clemenshospitals.

Mediziner und Sportlehrer

Neben dem Studium absolvierte er eine Schwimm- und Sportlehrerausbildung, die er 1928 mit der staatlichen Prüfung als Turn- und Sportlehrer abschloss.

Er war in vielen Sportarten heimisch so im Hockey, Eishockey, Tennis, Fußball, Handball, Leichtathletik, später Golf das er bis ins hohe Alter mit großem Erfolg betrieb. Er spezialisierte sich auf das neue Fach Sportmedizin Die Sportarztanerkennung erwarb er an der Deutschen Hochschule für Leibesübungen in Berlin.

Die Ausbildung erfolgte als Assistent in Marinelazaretten und bei Prof. Kipping in Hamburg und später in Köln in Innerer Medizin und Luftfahrtmedizin. Die fliegerische Ausbildung erfolgte bei der Marine. 1939 erhielt er einen Lehrauftrag für Luftfahrtmedizin in Köln. Im 2. Weltkrieg war er als Sanitätsoffizier in leitenden Funktionen bei der Luftwaffe eingesetzt. Er überlebte als Copilot den Abschuss einer als Sanitätsmaschine eingesetzten JU 52. Koch war am Ende des Krieges im Range eines Oberstarztes. Er erhielt zahlreiche militärische Auszeichnungen so das Eiserne Kreuz II. und I. Klasse, das Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse, die Frontflugspange in Bronze.

National und international sehr aktiv

Koch war Gründungsmitglied des Sportärztebundes Westfalen (24.6.1950), dessen erster Vorsitzender (bis 1953), später Ehrenvorsitzender und nahezu zeitgleich Gründungsmitglied des Deutschen Sportärztebundes (14.10.1950) und dessen Präsident (1953 bis 1957). Zusammen mit Prof. Frowalt Heiss gelang ihm 1991 die Wiederaufnahme des DSÄB in die F.I.M.S.. 1952 wurde er für fünf Jahre als persönliches Mitglied in das Exekutiv-Komitee der F.I.M.S. gewählt. Prof. Koch war Veranstalter zahlreicher nationaler und internationaler sportmedizinischer Kurse. Besonders ist das erste internationale World College of Sportsmedicine der F.I.M.S. in München und Garmisch 1965 zu nennen.

Von den zahlreichen Aktivitäten im und um den Sport sollen genannt sein: der Golfclub Münster-Wilkinghege. Er war Gründer, Präsident, Ehrenpräsident. Er zeigte sich als erfolgreicher Golfer in seiner jeweiligen Altersklasse auch international. Von 1949 bis 1951 und von 1967 bis 1973 leitete er als Vorsitzender den Stadtverband für Leibesübungen Münster, später Stadtsportbund Münster. Koch war Mitglied in der Rotaria Münster Himmelreich, Paul Härris Fellow.

Zahlreiche Vorträge und Publikationen insbesondere zu einer eigenen Krebstheorie und zum Rhythmus liegen vor: Koch A: Meine Lebensakrobatik. Coppenrath Münster (2000) und Koch A: Lebensmotor Rhythmus. Coppenrath Münster (2000).

Prof. Dr. med. Dirk Clasing, Münster

Quelle: Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin Jahrgang 64, Nr. 9 (2013)


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