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Rezept für Bewegung - Präventionsempfehlungen
12.03.2017 11:42 ( 487 x gelesen )

Rezept für Bewegung - Präventionsempfehlungen

Das "Rezept für Bewegung" war als gemeinsame Initiative des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), der Bundesärztekammer (BÄK) und der Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) in 2011 entstanden.

Der Gedanke war, Patienten mit gesundheitlichen Risikokonstellationen die verhaltensbezogene Maßnahme Bewegung zu "verordnen". Angebote von Sportvereinen, welche mit dem Siegel SPORT PRO GESUNDHEIT zertifiziert waren, wurden empfohlen. Leider haben sich die Krankenkassen an dieser Aktion nicht beteiligt. Eine Bezuschussung eines Bewegungs-Kurses musste vom Patienten bei seiner Kasse erfragt werden, das Bemühen des Arztes war ideell und wurde nicht honoriert. Wir haben in unseren früheren Ausführungen auf diese gesundheitsfördernde Maßnahme hingewiesen, wohl wissend, dass nicht in breiter Form angewandt werden wird....



 

Mit dem am 25. Juli 2015 in Kraft getretenen Präventionsgesetz und seiner nachfolgenden Ausgestaltung durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA), auch unter Mitarbeit der DGSP, haben niedergelassene Ärzte im Rahmen von Gesundheitsuntersuchungen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ab dem 1. Januar 2017 die Möglichkeit, Präventionsleistungen mit folgenden Handlungsfeldern zu empfehlen:

  • Bewegungsgewohnheiten
  • Ernährung
  • Stressmangement
  • Suchtmittelkonsum
  • Sonstiges

Das Handlungsfeld „Sonstiges“ bietet die Möglichkeit, im Einzelfall abgestimmte Präventionsmaßnahmen empfehlen zu können. Auf dem Formular soll der Arzt auch Kontraindikationen eintragen oder Empfehlungen konkretisieren.

Für die Bescheinigung der Empfehlung ist/wird noch ein Formular durch die Spitzenverbände der GKV (GKV-SV) zusammen mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) erstellt.

Auf Nachfrage des Sportärztebundes Westfalen (Dr. E. Jakob, 7.+8.2.2017) teilt die KBV mit, dass der Bewertungsausschuss (GKV-SV und KBV) nach Inkrafttreten der Richtlinie des G-BA längstens 6 Monate Zeit hat, sich über die Vergütung (EBM-Ziffer) zu einigen. Bis dahin kann das Ausstellen einer Präventionsempfehlung nicht als vertragsärztliche Leistung abgerechnet werden, was also spätestens in der 2. Jahreshälfte der Fall sein sollte.

Im Gegensatz zur ideellen Leistungserbringung des Arztes über das „Rezept für Bewegung“ wird er jetzt Präventionsempfehlungen mit den gesetzlichen Kassen abrechnen können. Und die Krankenkassen müssen Präventionsleistungen vorhalten, die sie bezuschussen. Es ist also ein richtiger und wichtiger Schritt hin zu effektiven nicht-medikamentösen, verhaltensbezogenen Präventionsmaßnahmen getan worden. Die Ärzte und besonders die Sportmediziner sollten die neuen Möglichkeiten der Gesundheitsförderung nutzen. Ihre Empfehlung von Präventionsleistungen wird bei Patienten für die Befolgung der Maßnahmen mit Sicherheit von besonderem Gewicht sein, dem Handlungsfeld Bewegung wird ebenso besonderes Augenmerk zukommen.

Zukünftig aber wäre es für eine noch effektivere Ausgestaltung des Präventionsgesetzes mit gesundheitsfördernden Maßnahmen wünschenswert, die ärztliche Empfehlung durch eine ärztliche Verordnung als veranlasste Leistung zu ersetzen. Dann hätten wir das „Rezept für Sport“, wie es seit Jahren diskutiert und gewünscht wird.

Der Belastungs-Check vor dem Sport

Als Sportmediziner raten wir vor der Empfehlung von Sportkursen zu einer Belastungsuntersuchung, evtl. auch einen leistungsdiagnostischen Test durchzuführen. Es sei nochmals darauf hingewiesen, dass einige Krankenkassen diesen Belastungs-Check als IGeL unterstützen, siehe hierzu auch unsere Ausführungen.


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